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Von Oktober 2011 bis November 2013 leiteten Wissenschaftler des Fraunhofer INT das internationale Forschungsprojekt „Evaluation of critical and emerging technologies for the elaboration of a security research agenda“ (ETCETERA, „Beurteilung kritischer und neuer Technologien zur Erstellung eines Sicherheitsforschungsplans“) im Sicherheitsforschungsprogramm der Europäischen Union. Neben dem Fraunhofer INT waren auch das Fraunhofer ISI, sowie dreizehn weitere Partner aus insgesamt sieben Ländern an dem Projekt beteiligt (Partners (De)).

Das Projekt verfolgte zwei Ziele:

  1. zum einen sollten Forschungspläne erarbeitet werden, um kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und die Chancen neuer Technologien zu nutzen,
  2. zum anderen sollten neue Methoden zur Forschungsplanung entwickelt und erprobt werden.

Inhaltlich wurden ebenfalls zwei Schwerpunkte gesetzt, was in den zwei Entwicklungslinien des Projekts seinen Ausdruck fand.

In Entwicklungslinie 1 „Kritische Technologien“ wurden zunächst solche Technologien identifiziert, die für die Funktion europäischer Sicherheitsorganisationen unverzichtbar sind. Anschließend wurde analysiert, ob diese kritischen Technologien von der europäischen Industrie alleine bereitgestellt werden können oder ob dazu außereuropäische Akteure notwendig sind („kritische Abhängigkeiten“). Abschließend wurden einige dieser kritischen Abhängigkeiten näher untersucht und Vorschläge zur Verringerung der Abhängigkeit gemacht.

Der Blick von Entwicklungslinie 2 „Neue Technologien“ war weiter in die Zukunft gerichtet. Zunächst wurde eine Übersicht über Technologien erstellt, die in 10 bis 20 Jahren einen Einfluss auf die europäische Sicherheit haben könnten. Dabei wurde vor allem nach Möglichkeiten für die Erhöhung der Sicherheit für die Bürger und für Chancen für die europäische Sicherheitsindustrie gesucht (siehe unten für Details zu dem Suchprozess). Neun ausgewählte Technologien wurden anschließend vertieft untersucht (Navigation in geschlossenen Räumen, Intelligente Textilien, Energy Harvesting in niedrigen Leistungsbereichen, Homomorphe Verschlüsselung, Integrierte Sensoren zur Detektion von Sprengstoffspuren, Sensoren auf unkonventionellen Substraten, Kognitive Funkgeräte, Terahertz-Technologien, Identifikation von unkonventionellen Gefahren). Am Ende der Entwicklungslinie wurden die gewonnenen Erkenntnisse zu Empfehlungen für die Entwicklung eines Forschungsplans verdichtet.